Augentrockenheit in den Wechseljahren

Augentrockenheit kann bedeuten:

Trockene, gerötete, müde Augen
Brennen, Juckreiz, Schmerzen im Auge
Vermehrtes Tränen
Fremdkörpergefühl (wie Sandkorn im Auge)
Hohe Lichtempfindlichkeit
Entzündungen

Trockene, juckende, ermüdete  Augen stellen zwar kein großes gesundheitliches Risiko dar, jedoch können sie die Lebensqualität stark beeinflussen.

Mehr als die Hälfte der Frauen in den Wechseljahren hat mit Beschwerden durch trockene Augen zu kämpfen.

Die Tränenflüssigkeit des Auges besteht aus drei Bestandteilen: Einer wässrigen Komponente, einer öligen Schicht und der sogenannten Muzinschicht. Die Muzinschicht wird von den Schleimdrüsen produziert, und haftet besonders gut an der wasserabstoßenden Oberfläche der Augen. Durch die Muzinschicht kann die wässrige Tränenflüssigkeit an der Augenoberfläche bestehen. Östrogen ist maßgeblich an der Feuchtigkeit der Schleimhäute, so auch der Muzinschicht, beteiligt. Sinkt der Östrogenspiegel, so kann auch die Produktion der Muzinschicht abnehmen was das Anhaften der Tränenflüssigkeit am Auge erschwert. Paradoxerweise geht Augentrockenheit daher häufig mit tränenden Augen einher. Die Tränenflüssigkeit versorgt zudem die Hornhaut des Auges mit wichtigen Nährstoffen und schützt das Auge vor Umwelteinflüssen. Wird das Auge nicht mehr ausreichend vor Fremdkörpern und Krankheitserregern geschützt, so kann es zu Entzündungen kommen. 

Durch das Austrocknen der Augen kommt es zudem zu einer Reizung der Augenoberfläche. Die gesteigerte Durchblutung zeigt sich durch eine Rötung im Auge.

Die Beschwerden können durch Klimaanlagen, Zugluft, verrauchte oder trockene Räume, direkte Sonneneinstrahlung und lange Bildschirmzeiten verstärkt werden.