Hitzewallungen Knochenprobleme Stimmungsschwankungen

Soja

Soja ist ein sehr stark diskutiertes Nahrungsmittel:  “Das ist nur was für Veganer ”, “Der Sojaanbau ist Schuld an der Abholzung des Regenwalds”, “Tofu schmeckt nicht”,  “Da sind doch Hormone drin” – wir schauen uns das mal genauer an.

“Da sind doch Hormone drin” – nicht direkt, aber wusstest Du, dass Soja aufgrund der Ähnlichkeit zu Östrogen Wechseljahrsbeschwerden lindern kann? 

Soja enthält Isoflavone, das sind Phythoöstrogene, also pflanzliche Stoffe, die in ihrer Struktur und Wirkungsweise dem Geschlechtshormon Östrogen ähneln. Diese sind beispielsweise auch in Leinsamen, Kürbiskernen und Erdbeeren enthalten.

Wenn während der Wechseljahre der Östrogenspiegel sinkt, kann Soja genau aus diesem Grund die Wechseljahrsbeschwerden lindern oder vorbeugen. Zur tatsächlichen Wirksamkeit gibt es viele Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen. In einigen neueren Studien senkt Soja vor allem die Frequenz von Hitzewallungen und mindert die Reizbarkeit. Zudem belegen Studien die hemmende Wirkung auf den Abbau der Knochen. Soja kann daher das Risiko für Osteoporose senken. [1, 2]

“Soja ist nur was für Veganer” – Soja ist vegan, das stimmt. 

Im Gegensatz zu Fleisch hat unverarbeitetes Soja einen geringeren Fett- und Cholesteringehalt und einen höheren Protein- sowie Nährstoffgehalt. Somit ist Soja ein sehr herzfreundliches Lebensmittel und kann bei jeder Ernährungsform eine gesunde und leckere Mahlzeit ausmachen. [3]

 “Der Sojaanbau ist Schuld an der Abholzung des Regenwalds” – das ist eine Halbwahrheit.

Für den Anbau von Soja wurden große Teile des Regenwalds abgeholzt. Das meiste Soja (>70%) wird allerdings als Tierfutter verwendet [4]. Inzwischen wird Soja glücklicherweise auch in Europa, sogar in Deutschland, angebaut [5].

“Tofu schmeckt nicht” – ungewürzt und roh definitiv nicht, richtig zubereitet jedoch sehr.

Auch rohes, ungewürztes Fleisch ist nicht sonderlich lecker. Soja gibt es in vielen Formen: Frisch als Bohnen oder Sprossen, getrocknet als Flocken oder Mehl, verarbeitet zu Milch, Joghurt, Sahne, Tofu oder Quark. 

Soja kann daher nicht nur morgens im Müsli, Rührei oder Kaffee sondern auch mittags und abends als Soße, Beilage oder Hauptmahlzeit konsumiert werden. 

Sich nur noch von Soja zu ernähren ist mit Sicherheit nicht sinnvoll. Soja hat jedoch einige sehr positive Eigenschaften und in normalen Verzehrsmengen ist es absolut unbedenklich. Wir finden es schmeckt auch super lecker. Probier‘ doch mal diese einfachen Rezepte aus:

Vier der Rezepte hat die liebe Miri von Chez Mimi extra für uns zusammengestellt. Vielen Dank!

Die Rezepte kannst Du hier und die Übersicht über die verschiedenen Sojavarianten kannst Du hier herunterladen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Soja kann helfen bei:

Referenzen

[1] Studie von Matthews, Knutsen, Beeson & Fraser (2011): Soy milk and dairy consumption is independently associated with ultrasound attenuation of the heel bone among postmenopausal women: the Adventist Health Study-2
[2] Studie von Lydeking-Olsen, Beck-Jensen, Setchell & Holm-Jensen (2004): Soymilk or progesterone for prevention of bone loss — a 2 year randomized, placebo-controlled trial
[3] Studie von Kokubo, Iso, Ishihara, Okada, Inoue & Tsugane (2007): Association of dietary intake of soy, beans, and isoflavones with risk of cerebral and myocardial infarctions in Japanese populations: the Japan Public Health Center-based (JPHC) study cohort I
[4] Artikel der Albert-Schweizer-Stiftung (Juni 2018): Warum Sojawurst nicht dem Regenwald schadet
[5] Artikel der Taifun-Tofu GmbH (n.d.): Soja aus dem Herzen Europas – Wie wir dem Sojaanbau in Europa den Weg geebnet haben

Weitere:

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