Hitzewallungen in den Wechseljahren

Hitzewallungen kann bedeuten:

Empfundene Hitze
Gerötetes Gesicht
Druckgefühl im Kopf
Starkes Schwitzen
Nachtschweiß
Herzklopfen
Frieren nach der Attacke
Teilweise Schwindelgefühl

Hitzewallungen könnten individueller kaum sein, doch fast jede Frau in den Wechseljahren kennt sie.

Oft kündigt sich eine Hitzewallung mit einem drückenden Gefühl im Kopf an. Die Hitze steigt von der Brust über den Hals weiter ins Gesicht und verteilt sich in die Glieder. Sie kann zum Erröten der Wangen und zu Schweißausbrüchen führen.

Begleitet ist eine Hitzewallung häufig von starkem Herzklopfen. Meist ist sie nach einigen Minuten vorbei und es folgt ein Frost-, sowie teilweise auch ein leichtes Schwindelgefühl.

Wie häufig treten Hitzewallungen auf?

Manchmal kann das Hitzegefühl auch mehrere Stunden andauern. Verlauf und Auftreten der Hitzewallung variieren bei jeder Frau. Während manche Frauen einige Male im Monat davon betroffen sind, trifft es andere bis zu 20 mal täglich. Bei den einen sind sie bereits nach wenigen Wochen wieder verschwunden, bei anderen halten sie bis zu sieben Jahre lang an. 

Warum haben Frauen in den Wechseljahren Hitzewallungen?

Die Hauptursache für Hitzewallungen ist der Östrogenmangel. Östrogen steuert im Gehirn, genauer dem vegetativen Nervensystem, die Regulierung der Körpertemperatur. Genau hier werden die Hitzewallungen auch ausgelöst. Durch den Mangel an Östrogen ist der Regulierungsprozess gestört. 

Die Körpertemperatur wird über die Blutgefäße direkt unter der Haut reguliert. Weiten sich diese, fließt warmes Blut aus der Körpermitte nach außen und führt zu einer stärkeren Durchblutung der Gefäße. Dies macht sich als Hitzeschub bemerkbar. Zudem öffnen sich die Poren der Haut, sodass mehr Schweiß abgegeben werden kann. Die abkühlende Wirkung führt zum Frostgefühl nach der Hitzewallung. Das begleitende Herzklopfen ist eine natürliche Reaktion des Kreislaufs. 

Selten ist die Ursache der Hitzewallungen eine Krankheit wie eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine durch Diabetes bedingte Unterzuckerung.

Hitzewallungen im Alltag

Hitzewallungen treten oft in ohnehin unangenehmen Situationen auf, sodass sie leider häufig fälschlicherweise als Scham oder Nervosität verstanden werden. Zudem kommen vor allem Schweißausbrüche häufig nachts vor und können so stark sein, dass sowohl die Bettwäsche, als auch die Schlafklamotten mehrmals nächtlich gewechselt werden müssen.

Einige Faktoren wie Stress, Übergewicht oder der Konsum von Koffein und alkoholhaltigen Getränken können Hitzewallungen weiter fördern.