Gelenkschmerzen in den Wechseljahren

Gelenkschmerzen kann bedeuten:

Morgendliche Steifigkeit
Sinkende Belastbarkeit
Schmerzen
Anhaltende Steifigkeit
Schwellungen

Schmerzende, steife Gelenke? Keine Sorge. Da die weiblichen Hormone einen großen Einfluss auf die Elastizität unserer Gelenke haben, ist es kein Wunder, dass der hormonelle Umschwung Probleme in den Gelenken mit sich bringt.

Wie machen sich Gelenkschmerzen typischerweise bemerkbar?

Gelenke sind die Verbindungen zwischen Knochen, die durch verschiedene Formen verschiedene Bewegungsabläufe ermöglichen. Wie du in dem Bild links sehen kannst, befinden sich Gelenke im Körper in der Schulter, dem Hals, der Hüfte, der Hand, den Fingern, dem Knie und dem Fuß. 

Probleme in den Gelenken zeigen sich meist morgens am deutlichsten. Nach dem Aufstehen fühlen sich die Gelenke steif an und brauchen etwas Zeit, bis sie richtig bewegt werden können. Zudem schmerzen die Gelenke häufig nach starken Belastungen. 

Auch dauerhafte Schmerzen und länger anhaltende Gelenksteifigkeit, sowie Schwellungen der Gelenke sind keine Seltenheit.

Durch den Rückgang an Östrogen in den Wechseljahren können die Gelenkschmerzen zunehmen

Verantwortlich für Probleme der Gelenke ist vor allem der Mangel des weiblichen Sexualhormons Östrogen. Östrogen fördert den Aufbau von Kollagen. Kollagen ist ein wichtiger Baustein von Knorpel und fördert so die Elastizität der Gelenke. Sinkt der Östrogenspiegel im Körper führt dies zu einem Knorpelabbau im Körper und einer Verhärtung der Gelenke. Die sinkende Elastizität macht die Gelenke weniger belastbar und somit anfälliger für Schäden. 

Östrogen ist mit verantwortlich für die Schmerzwahrnehmung unseres Körpers. Durch die Freisetzung von Endorphinen fördert es die Linderung von Schmerzen. Fehlt Östrogen im Körper, kann dies dazu führen, dass Schmerzen stärker wahrgenommen werden.

Zudem fördert Östrogen die Immunabwehr und Durchblutung. Ein Mangel an Östrogen kann so Entzündungen der Gelenke negativ beeinflussen. Entzündungen der Gelenke lassen das Gewebe anschwellen und üben somit einen Druck auf die Nerven aus, was zu Schmerzen führt. 

Neben der hormonellen Umstellung des Körpers können allerdings auch Krankheiten der Grund für Gelenkprobleme sein. Es ist daher wichtig Arthrose (Übermäßiger Verschleiß der Gelenke), sowie rheumatoide Arthritis ausschließen zu können.