Erhöhter Cholesterinspiegel in den Wechseljahren

Erhöhter Cholesterinspiegel kann bedeuten:

Meist symptomfrei, aber erhötes Risiko für Herz-Kreislauf Erkrankungen, Arterien Verkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall

Da ein erhöhter Cholesterinwert fast nie zu offensichtlichen Beschwerden führt, wissen viele Frauen selten darüber Bescheid. 

Ab dem etwa 40. Lebensjahr steigt das Risiko für einen erhöhten Cholesterinwert. Hiermit ist ein Cholesterinanteil im Blut gemeint, der über dem individuell variierenden Richtwert von 200 mg/dl liegt.

Was ist Cholesterin überhaupt?

Cholesterin erfüllt eine wichtige Rolle im Körper. Es ist ein wichtiger Baustein der Zellwände und an vielen Stoffwechselvorgängen im Gehirn maßgeblich beteiligt. Als Hauptbestandteil der Galle fördert Cholesterin zudem die Fettverdauung und ist ein wichtiger Rohstoff bei der Bildung von Vitamin D und den Sexualhormonen. 

Cholesterin ist eine fettähnliche, wasserlösliche Substanz. Für den Transport im Körper, verbindet es sich mit wasserlöslichen Eiweißen zu einem Komplex: den Lipoproteinen. (Lipid = Fett oder Fettähnliche Substanz; Protein = Eiweiß)

Abhängig von dem Protein- bzw. Lipidanteil werden Cholesterine in Low-Density-Lipoproteine (LDL) und High-Density-Lipoproteine (HDL) unterteilt. Das LDL, mit dem hohen Lipidanteil, trägt für eine stetige Versorgung der Zellen permanent Cholesterin mit sich. Ist zu viel LDL-Cholesterin im Blut gelöst, so kann es sich an den Wänden der Arterien ablagern. Je höher der Lipidanteil ist, desto schädlicher ist der Komplex, daher wird LDL auch als “schlechtes” Cholesterin bezeichnet. HDL sammelt überschüssiges Cholesterin von den Zellen auf und überführt es an die Leber. Diese sorgt für die Ausscheidung des Cholesterins. HDL Cholesterin wird daher auch “gutes” Cholesterin genannt.

Der Rückgang an Östrogen in den Wechseljahren kann zu einem erhöhten Cholesterinspiegel führen

Das Sexualhormon Östrogen senkt den Cholesterinspiegel. Fehlt dem Körper Östrogen, erhöht sich die Menge des gelösten Cholesterins im Blut. Dies kann dazu führen, dass sich das überschüssige Cholesterin an den Arterienwänden ansammelt und zu einer Verkalkung der Arterien führt. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt dann. Verstärkt wird das Risiko durch weitere Faktoren, wie Ernährung, Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und einen Mangel an Bewegung verstärkt werden. Auf Grund des hohen Einfluss verschiedener individueller Risikofaktoren sind die Cholesterinwerte alleine selten ausschlaggebend.

Behalte den Überblick über Deinen Cholesterinspiegel!

Da sich der Cholesterinspiegel jedoch bei vielen Frauen im Laufe des Lebens verschlechtert und aufgrund der ausbleibenden Beschwerden unbemerkt bleibt, sollte er regelmäßig überprüft und mit dem Arzt abgeklärt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.