Bluthochdruck kann bedeuten:

Erhöhter Blutdruck
Herzrasen
Häufig symptomfrei aber höheres Risiko für für Herz-Kreislauf Erkrankungen

Da Bluthochdruck in der Regel keine akuten Beschwerden mit sich zieht, wird er häufig gar nicht oder zu spät bemerkt. Mit einem erhöhten Blutdruck steigt das Risiko für Schlaganfälle, sowie verschiedene Herzerkrankungen. Daher ist es ratsam, den Blutdruck regelmäßig entweder beim Arzt (etwa zweimal jährlich) oder zuhause zu messen.  

Ein kurzzeitiger Anstieg des Blutdrucks steigert die Leistungsfähigkeit im Alltag

Auch im Alltag steigt und fällt der Blutdruck mit Sport, Stress, Ängsten und anderen körperlichen sowie psychischen Anstrengungen. Der Anstieg des Blutdrucks führt zu einer besseren Durchblutung von Gehirn und Muskeln und versorgt diese mit ausreichend Sauerstoff. Der Körper somit kurzfristig bereit für körperliche und psychische Herausforderungen. 

Bleibt der Blutdruck länger auf hohem Niveau kann dies das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen

Bleibt der Blutdruck allerdings länger auf einem hohen Niveau, so kann der hohe Druck Verletzungen in den Adern hervorrufen. Um den Verletzungen entgegenzuwirken, verdickt der Körper die Gefäßwände der Adern, was wiederum zu einer Verengung führt. 

In diesem Fall wird das Gewebe – also beispielsweise unser Gehirn, die Muskeln und das Herz – nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt. 

Im Gehirn steigt nun das Schlaganfallrisiko, im Herzen das Risiko für einen Herzinfarkt. Zudem kann dieser Sauerstoffmangel weitere Erkrankungen, wie Nierenleiden, Sehstörungen, Herzflimmern oder Herzmuskelprobleme hervorrufen.

Ohne die blutdrucksenkende Wirkung von Östrogen kann der Blutdruck in den Wechseljahren steigen

Grund für den erhöhten Blutdruck ist zum einen der Mangel an Östrogen. Östrogen wirkt blutdrucksenkend. Ohne Östrogen fehlt dem Körper auch die natürliche Schutzfunktion gegen Bluthochdruck. Zudem führt der vergleichsweise hohe Anteil an Testosteron zu einer Ausschüttung blutdrucksteigernder Hormone.   

Häufig führen die Wechseljahre auch zu einer generellen Gewichtszunahme, vor allem am Bauch. Fettgewebe am Bauch gelangt über die Bauchschlagader schneller in den Blutkreislauf und kann das Bluthochdruck Risiko weiter erhöhen. Auch anhaltender Stress, Ängste und depressive Verstimmungen wirken blutdruckerhöhend.   

Behalte den Überblick über Deine Blutdruckwerte

Wird der Blutdruck regelmäßig geprüft, so kann dem Risiko entgegengewirkt werden. Ab einem Blutdruck von 130/90, sollten die Werte regelmäßig überprüft werden. Bei einem Blutdruck von 140/90 sollte ein Arzt aufgesucht werden. Zur Messung gelten die folgenden Richtwerte:

  • 120/80: optimaler Blutdruck
  • 130/90: normaler Blutdruck
  • 140/90: hoch-normaler Blutdruck
  • 160/100: milder Bluthochdruck
  • 180/110: mäßiger Bluthochdruck
  • >180/110: schwerer Bluthochdruck